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Der Steuerentwurf des Bundesfinanzministeriums sorgt im gesamten Krypto-Space für Empörung. Welche Eckpunkte der Szene schaden, erklärt Pekuna-Chef Werner Hoffmann.

Der kürzlich veröffentlichte Steuer-Entwurf des Bundesfinanzministeriums (BMF) sorgte te weiten Teilen des Krypto-Space für Empörung. Vor allem beim Werkonderbreking und Lending führte diegene angesteuerte Anhebung der steuerlichen Haltefristen auf zehn Jahre für Unverständnis. Um zu erfahren, welche Vor- und Nachteile der Entwurf Anlegerinnen und Anlegern bringt, traf sich BTC-ECHO mit dem Geschäftsführer von Pekuna, Werner Hoffmann. Stropdas Unternehmen bietet Gutachten mit Gewinn- und Verlustrechnungen für seine Kunden zur Vorlage beim Finanzamt an. Zu dem Entwurf veranstaltet Pekuna am 1. Juli 2021 um 18:00 Uhr eine kostenlose Infoveranstaltung, zu der jeder Interessierte herzlich eingeladen ist.

BTC-ECHO: Hoi Werner, es freut uns, dass du bei uns bist. Bevor wir te diegene Stof einsteigen, wäre es toll, wenn du dich unseren Lesern kurz und knapp vorstellen könntest.

Werner Hoffmann: “Bei meinem Informatikstudium bin ich erstmals über Kommilitonen mit dem Thema Kryptowährungen te Berührung gekommen. 2015 kaufte ich meine ersten Bitcoin und mit dem Bullrun 2017 begann ich dann, mich noch intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen. Dabei merkte ich, wie kompliziert eigentlich stropdas Thema Steuern im Krypto-Bereich ist.

Ter der Konsequenz gründete ich dann 2019 mit meinem Mitgründer Constantin Steininger Pekuna … Unsere Kunden sind Privatpersonen und Unternehmer. Wir schreiben Gutachten mit Gewinn- und Verlustrechnungen, sodass stropdas Finanzamt stropdas verstehen kann. Ein bisschen wie ein Übersetzer aus der Kryptowelt te eine verständliche Finanzamtsprache.

“Eine Frechheit”

BTC-ECHO: Wie ist dein allgemeiner Eindruck von dem Krypto-Entwurf des BMF ist?

Hoffmann: “Also wenn ich mir greneboom Gesamttenor des Schreibens vor Augen führe, muss ich sagen, dass stropdas für greneboom Krypto-Space schon mehr ein Schlag ins Gesicht ist, mits es ihn fördert. Man versucht hier schon fast zwanghaft, alles einer sehr negativen Besteuerung zu unterlegen. Insbesondere te dem Kontext der kommenden Bundestagswahl finde ich es schon eine Frechheit, dass eine Bundesregierung, diegene sich einen Blockchain-Fahrplan te greneboom Koalitionsvertrag geschrieben hat, jetzt Wochen vor Ende der Koalition so etwas raushaut. Diegene Konsequenzen für greneboom Krypto-Space sind dabei super negativ und werden wahrscheinlich maßgebend mindestens diegene nächsten fünf, wenn nicht sogar zehn Jahre prägen.

BTC-ECHO: Glaubst du, dass der Entwurf überhaupt umgesetzt werden kann? Vor allem mit Hinblick auf dezentrale Börsen?

Hoffmann: “Also es sind ein twee Punkte, diegene schwer umsetzbar sind. Einer ist zum Beispiel: der Fork. Zuvor ging man allgemein davon aus, dass diegene neuen durch greneboom Fork entstandenen Coins keine Einkünfte darstellen. Hier fand keine Tätigkeit statt und war damit nicht steuerpflichtig, ebenso war der Verkauf steuerfrei, da es keine Anschaffung gab. Der ursprüngliche Coin wurde wie gewohnt mit einem Jahr Haltefrist versteuert.

Mit dem BMF-Entwurf würde sich stropdas jedoch ändern. Der Fork wird laut diesem Schreiben aufgeteilt: diegene Anschaffungskosten des ursprünglichen Coins te zwei neue Assets. Und hier ist stropdas Problem. Denn greneboom genauen Preis zum Zeitpunkt des Forks kann man kaum nachvollziehen. Es ist einfach nicht Praxis-geeignet.”

BTC-ECHO: Ein anderer großer Streitpunkt findet sich te der Regelung zum Mining. Einige stören sich an dem gewerblichen Generalverdacht, greneboom stropdas neue Papier digitalen Schürfern unterstellt. Wie siehst du stropdas?

Hoffmann: “Stropdas wurde im Endeffekt aber nur nochmal klargestellt. Stropdas war eigentlich schon immermeer relativ ähnlich. Auch hier hatten wir vorher schon greneboom Grundtenor, dass Mining eine gewerbliche Tätigkeit ist und stropdas eben nachgewiesen werden kann, dass der Umfang jetzt nicht einem Unternehmen entspricht. Stropdas wurde uns mit dem BMF-Schreiben mehr oder weniger bestätigt.”

“Ein Antminer im Wohnzimmer ist OK”

BTC-ECHO: Ter einer Passage steht, dass eine gewerbliche Tätigkeit “widerlegbar vermutet” wird. Stropdas bedeutet, dass diegene Beweislast bei der jeweiligen Person liegt. Gibt es te dem Kontext von dem Gesetzgeber eigentlich eine Obergrenze, ab wann Mining gewerblich wird?

Hoffmann:Keine fixen, dass man sagen könnte: “Ok, bis zu dieser Hashrate oder bis zu diesen Erträgen”. Diegene Aussage ist, dass es kein gewerblich eingerichteter Betrieb sein darf. Also ab dem Zeitpunkt, wo du anfängst stropdas Ganze etwas zu professionalisieren.”

Wenn dein Antminer im Wohnzimmer steht, dann ist es ok, dann ist es ein Hobby-Device.  Ab dem Zeitpunkt, wo du einen Mitarbeiter anstellst, ist es ein klares Zeichen, dass stropdas eine unternehmerische Tätigkeit ist. Ab dem Zeitpunkt, wo du stropdas te Vollzeit machst, ist stropdas auch ein klares Anzeichen. Aber da gibt es ja immermeer noch einen großen Spielraum.

BTC-ECHO: Stropdas heißt, man muss es eher individuell anwenden.

Hoffmann: “Ja genau, stropdas muss individuell ausgelegt werden. Daher natürlich auch ein bisschen problematisch, da es keine klaren Limieten gibt, auf diegene man sich verlassen kann.”

BTC-ECHO: Wären denn solche Obergrenzen wünschenswert, um verständlichere Regeln zu definieren?

Hoffmann: “Wenn te dem Schreiben eine solche klare Regelung wäre, würde ich sagen, dass stropdas BMF hier ganz klar Kompetenzen überschritten hätte. Dann wären sie gesetzgeberisch tätig word und stropdas dürfen diegene nicht. Gesetze müssen schließlich über greneboom Bundestag beschlossen werden. Der Krypto-Entwurf ist eine reine Verwaltungsmeinung, um greneboom Finanzämtern der Länder einheitliche Regeln geben zu können.”

Hier ist eher der Bundestag te der Pflicht. Und stropdas sehe ich auch noch, weil es da noch Dinge gibt, diegene nicht vollends oder noch gar nicht geregelt sind. Beispielsweise NFT oder Sachen aus dem DeFi-Space wie Liquidity Mining.”

Krypto-Standort Deutschland te Gefahr?

BTC-ECHO: Also eher ein Thema, stropdas diegene kommende Regierung beschäftigen dürfte. Kommen wir zum Werkonderbreking und Lending. Könntest du da noch sjablone greneboom Unterschied erklären?

Hoffmann: “Also beim Lending geht es um greneboom Vorgang, dass ich meine bestehenden Assets an eine Plattform oder DeFi-Protokoll hingebe. Diese dann an andere Nutzer verleihe und dafür Zinsen bekomme. Man kann es sich wirklich so vorstellen, wie stropdas Krypto-Pendant zum Zinssystem.”

Beim Werkonderbreking geht es um Erträge, diegene aus dem Proof-of-Stake-Algorithmus generiert werden. Der PoS-Algorithmus ist eine Alternative zum Mining. Hierbei geht es darum, dass ich meinen “Stake” hinterlege, also eine Kunst Pfand im Netzwerk. Dadurch bin ich berechtigt, an diesem Algorithmus teilzunehmen und bekomme dafür neu erzeugte Coins ausgeschüttet und Transaktionsgebühren von anderen Nutzern zugewiesen.”

BTC-ECHO: Vor dem Entwurf war dieser Bereich ja eine Kunst steuerliche Grauzone. Da galt diegene Zehnjahresfrist auch schon mits umstritten. Mit dem Entwurf definiert stropdas BMF aber nun klare Regeln für Werkonderbreking und Lending und will diegene Frist von zehn Jahren nun verbindlich einführen. Wie schätzt du diese Neuerung ein? Macht es greneboom Standort Deutschland unattraktiv etwa für Krypto-Start-ups, diegene Proof-of-Stake-basiert sind?

Hoffmann: “Ja, absolut! Stropdas sehe ich auch mits größtes Problem, dass wir uns mits Standort Deutschland von solchen interessanten Technologien über Steuerrecht fernhalten. Bei uns (Pekuna, Anm.d.Red.) muss man auch sagen, sind diegene Anfragen explodiert. Also zum Thema Auswanderung. Portugal ist ja jetzt ein Riesenthema te der Szene und viele sagen: Okay, wenn dieser Entwurf so durchgeht, dann steht für sie fest, dass sie demnächst nach Portugal gehen. Diegene fragen uns dann, ob wir sie auch da unterstützen können.

Zudem hielten auch viele Steuerexperten eine Anhebung für unrealistisch. Es gab beispielsweise sjablone ein Gerichtsurteil. Da hatte jemand mehrere Millionen Mark te US-Dollar investiert und hatte darauf Zinsen bekommen. Mits er es wieder te Mark zurücktauschen wollte, ergab sich bei der Umrechnung diegene Frage, ob stropdas Ganze nun der Zehnjahresfrist unterliegt oder nicht. Stropdas Urteil lautete “nein”, weil diegene Zinsen überhaupt nichts mit dem ursprünglichen Asset zu tun haben, sondern sich nur auf diegene Kapitalforderung bezieht.

Auch beim Werkonderbreking ist es ja so, dass diegene Gebühren nicht für greneboom hinterlegten Stake bezahlt, sondern für diegene Netzwerkverifikation und davon hängt diegene Höhe der Vergütungen ab. Daher gingen eigentlich sehr viele davon aus, dass diegene Zehnjahresfrist nicht kommen wird.

Generell sieht man te dem Schreiben, dass versucht wird, möglichst viel te diegene Steuerpflicht reinzuargumentieren.”

“Krypto-Szene muss zusammenhalten”

BTC-ECHO: Nun gibt es ja viel Kritik aus dem Krypto-Space und damit einhergehend Aufrufe von verschiedenen Vertretern der Szene, eine gemeinsame Stellungnahme abzugeben. Plant ihr Ähnliches te diegene Richtung?

Hoffmann: “Also zunächst einmal ist stropdas hier wirklich ein Thema, bei dem diegene Krypto-Szene zusammenhalten muss, wo mehr Terugkoppeling auch wirklich wertvoll ist und aus verschiedenen Ecken kommen kann.”

Wir werden dazu eine eigene Stellungnahme abgeben im Namen von Pekuna. Ich bin aber auch noch bei einer weiteren Stellungnahme vom Bundesverband Blockchain (Bundesblock) dabei, der wird auch noch eine Stellungnahme abgeben und eventuell schreibt diegene Bitkom auch noch eine eigene Stellungnahme. Also man merkt schon, dass sich diegene Krypto-Szene organisiert, engagiert.”

BTC-ECHO: Gibt es denn diegene Möglichkeit, dagegen auch juristisch vorzugehen?

Hoffmann: “Ja, da gibt es auch Möglichkeiten. Es ist ja jetzt erstmal ein Verwaltungsschreiben. Sprich, stropdas kommt von der Exekutive, also dem BMF. Es ist also nur bindend für diegene Finanzämter. Stropdas heißt, wir mits Privatpersonen oder auch also Unternehmen müssen uns nicht an diese Vorgaben halten.”

Stropdas Finanzamt kann uns natürlich dazu drängen, wieder dazu zurückzukehren zu der BMF-Meinung. Dazu sind wir aber nicht verpflichtet. Und wenn man sich hier nicht einigen kann, dann geht stropdas Ganze vor ein Finanzgericht. Der Ablauf wäre da zunächst stropdas Finanzgericht. Und wenn diegene voor Finanzamt entscheiden, dann eine Instanz weiter zum Bundesfinanzhof (BFH).”

BTC-ECHO: Gibt es denn auch positive Aspekte te dem Krypto-Entwurf?

Hoffmann: “Also zum einen, dass Mining auch privat sein kann. Stropdas ist positiv, stropdas einmal schriftlich zu haben. Es gibt noch so ein Damoklesschwert. Stropdas ist der gewerbliche Krypto-Händler oder Trader. Also kann ich so viel traden, dass es eigentlich mehr ein Trading-Business ist, mits ein privates Geschehen. Beim gewerblichen Krypto-Händler sind diegene Punkte jedoch sehr hoch angesetzt. Also du musst einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb haben und du musst bankentypisch arbeiten. Also könntest du tausend Trades voor Tag machen, solange du stropdas aus deinem Wohnzimmer machst, ist stropdas nicht bankentypisch.

BTC-ECHO: Wie sollte man seine Krypto-Trades denn am besten dokumentieren?

Hoffmann: “Also Dokumentation ist tatsächlich ein großer Punkt. Auch übrigens einer der te dem Entwurf gar nicht angesprochen wurde. Stropdas ist der Randpunkt 51 und da steht einfach gar nichts, obwohl stropdas eines der wichtigsten Themen ist.”

Für uns mits Firma ist stropdas natürlich auch ein Riesenthema, weil es unser Produkt ist. Ansonsten gilt: jij mehr Dokumentation, desto besser. Jetzt kann man loslegen mit der einfachen Excel-Tabelle, diegene tatsächlich noch stropdas Haupttool ist. Dann gibt’s ein twee Portfolio-Tracking-Tools wie CoinTracking oder Blockfolio. Und dann gibt’s noch andere Tools, diegene eben genau für diesen steuerlichen Bereich ausgelegt sind, wie Blockpit oder Accointing.”

Wem diegene ganze Thematik jedoch zu kompliziert ist, kann sich auch gerne an uns wenden.

Vielen Harmonie!


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